"Kann mich mein Freund Hassan mal besuchen?"

Miteinander Leben und Auskommen ist keine Einbahnstraße: Kinder sind von Natur aus neugierig und haben daher auch keine Scheu die Lebensweisen anderer Familien kennen zu lernen, auch wenn sie ihnen fremd sind. Lassen Sie zu, dass Ihr Kind neue Erfahrungen macht und seinen Horizont erweitert, indem es auch mit Menschen mit anderer Kultur, Herkunft und Erfahrung in Kontakt tritt.

 

Oder noch besser: Lassen Sie sich anstecken! Suchen auch Sie den Kontakt mit den Eltern und Familienmitgliedern der Spielkameraden und Schulfreundinnen ihrer Kinder, die Ihnen nicht so vertraut sind. Denn Begegnung und Beschäftigung mit „fremden“ Kulturen und Lebensformen bereichern unser Leben. Sie sind das beste Mittel gegen falsche Vorurteile und helfen uns, im Alltag die viel beschworene Integration in die Tat umzusetzen.

Natürlich sollte man auch die Augen nicht verschließen vor Problemen, die im Zusammenleben auftauchen können: mangelnder Respekt vor den anderen, Gewalt, zu strenge oder zu freizügige Erziehungsformen, nicht überbrückbare Einstellungen und Werthaltungen. Nur: Sich über den anderen seine Meinung zu bilden, ohne über ihn Bescheid zu wissen und ohne sich mit ihm zu beschäftigen, ist sicher am wenigsten geeignet, das Zusammenleben zu verbessern und Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen.

Integration bedeutet auch gemeinsames Aufwachsen der Kinder in Kindergarten und Schule, Kontakte in der Freizeit, vom Spielplatz über den Sportverein bis zu gegenseitigen Besuchen in der Familie der anderen, gegenseitige Hilfe, gemeinsames Feiern, sich Erklären, Diskutieren und sich Auseinandersetzen.

Übrigens: Einige Beratungsstellen sind auf interkulturelle Themen spezialisiert und eine Liste mit Beratungsangeboten in verschiedenen Sprachen finden sie hier.